Ende Jan­u­ar 2026, irgend­wo auf einem Mor­gen­run in Salzburg, ent­stand die Idee. Ste­fan Erschwend­ner, Man­ag­ing Part­ner bei Fron­ti­ra Inter­na­tion­al, fragte sich, was Open­Claw – das kurz zuvor vom öster­re­ichis­chen Entwick­ler Peter Stein­berg­er veröf­fentlichte Open-Source-Agen­ten-Betrieb­ssys­tem – außer­halb eines Ter­mi­nals leis­ten kann. Die Antwort: Es kann Bier brauen.

Der ini­tiale Prompt lautete schlicht: „Con­nect to my Grain­fa­ther G30 brew­ing sys­tem over blue­tooth. Make some lager, then build me a mar­ket­ing strat­e­gy for it.”

Was fol­gte, war Batch #001: 24,5 Liter Amber Lager, 4,6 % ABV, gebraut in der Fam­i­lien-Mikro­brauerei eibach­braui im Schweiz­er Gel­terkinden – ges­teuert von einem KI-Agen­ten, freigegeben per Text-Prompt von einem 68-jähri­gen Braumeis­ter ohne jeglichen IT-Hin­ter­grund.

Sechs Wochen später stand das Pro­jekt hin­ter Jensen Huang auf der NVIDIA GTC in San Jose.


Was technisch passierte

Das Set­up war prag­ma­tisch: Ein Mac­Book wurde per Blue­tooth Low Ener­gy mit Ger­hards Grain­fa­ther G30 ver­bun­den. Open­Claw über­nahm von dort die oper­a­tive Steuerung – Tem­per­atur­ram­p­en, Hopfen­zu­gaben, den voll­ständi­gen 90-minüti­gen Kochvor­gang. Zusät­zlich wurde eine Web­cam inte­gri­ert, die dem Agen­ten visuelle Rück­mel­dung ermöglichte: Anzeigen­tem­per­a­turen, Schaum­stand, Kesselzustände. BLE für Kon­trolle, Vision für Ver­i­fika­tion.

Ger­hard Erschwend­ner, zer­ti­fiziert­er Bier­som­me­li­er und mehrfach aus­geze­ich­neter Braumeis­ter beim Brau & Rauch Beer Con­test, gab jeden Schritt per Tex­teingabe frei. Das Human-in-the-Loop-Mod­ell war klar definiert: Der Agent schlägt vor, der Men­sch entschei­det an kri­tis­chen Punk­ten. Alle Sen­sor­dat­en wur­den gel­og­gt – der Brau­vor­gang wurde damit zu einem repro­duzier­baren Daten­satz.

Das Rezept – ein Amber Lager auf Pil­sner- und Münch­n­er Malzba­sis mit Melanoidin für Tiefe, Man­da­ri­na Bavaria für Zitrusnoten und East Kent Gold­ings für erdi­ge Bal­ance – wurde eben­falls vom Agen­ten entwick­elt. Eben­so: Name, Logo, Web­site, Mar­ket­ingkonzept.


Der institutionelle Kontext: Warum NVIDIA dieses Projekt wählte
  • Agen­ten­basierte Automa­tisierung
  • Ser­vice Cen­tric Bank­ing als Agen­ten­basiertes Sys­tem
  • Data­Mates: Ein Frame­work für die agen­ten­basierte KI
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