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Die aktuelle KI-Agen­ten — Rund­schau gibt einen Überblick über die aktuellen Entwick­lun­gen im Bere­ich KI-Agen­ten mit Anre­gun­gen für eine tiefer­ge­hende Beschäf­ti­gung mit dem The­ma.

Kurz­er Überblick 

Bei ein­er Ver­anstal­tungsrei­he der Frank­furter All­ge­meinen Zeitung wurde betont, dass KI und humanoide Robot­er an einem Wen­depunkt ste­hen. Experten wie Julia Kra­nen­berg von der Fra­port AG heben her­vor, dass KI den Men­schen ergänzt, ins­beson­dere in der Crew-Dis­po­si­tion am Flughafen.

Yos­si Matias von Google spricht über Fortschritte in der Kon­nek­tomik und den Algo­rith­mus PDLP zur Prozes­sop­ti­mierung in der Indus­trie.

Otter AI führt einen KI-Meet­ing-Agen­ten ein, während TUI plant, KI zur Verbesserung von Kun­den­er­leb­nis­sen zu nutzen. Das Start­up Opkey stellt eine Plat­tform zur ERP-Tes­tau­toma­tisierung vor. Microsoft und Ora­cle präsen­tieren neue KI-Funk­tio­nen, die Unternehmen helfen, eigene Agen­ten zu entwick­eln und zu inte­gri­eren.

Mel­dun­gen im einzel­nen

Im Rah­men ein­er Ver­anstal­tungsrei­he der Frank­furter All­ge­meinen Zeitung wurde deut­lich, dass wir an einem Wen­depunkt ste­hen. Experten beto­nen, dass KI-Agen­ten und humanoide Robot­er zunehmend Auf­gaben wie die Vor­bere­itung und Nach­bere­itung von Meet­ings sowie alltägliche Tätigkeit­en übernehmen kön­nten, was zur Lin­derung des Arbeit­skräfte­man­gels beitra­gen kön­nte. Julia Kra­nen­berg von der Fra­port AG hebt her­vor, dass der Men­sch nicht durch Maschi­nen erset­zt, son­dern ergänzt wird. Der Ein­satz von KI wird die Dis­po­si­tion von Crews am Flughafen opti­mieren und kör­per­lich anspruchsvolle Arbeit­en bess­er verteilen, wie in Büro der Zukun­ft: Wie aus Robot­ern Kol­le­gen wer­den berichtet wird.

Über die vielfälti­gen Möglichkeit­en, wie KI unser Ver­ständ­nis des men­schlichen Gehirns und des Plan­eten beitra­gen kann, berichtet Yos­si Matias von Google in Wie ein kol­lab­o­ra­tiv­er Ansatz für Kün­stliche Intel­li­genz allen zugute kom­men kann Als bedeu­ten­den Fortschritt nen­nt Matias die Kartierung von Teilen des men­schlichen Gehirns durch die Kon­nek­tomik, die es ermöglicht, die Verbindun­gen im Ner­ven­sys­tem bess­er zu ver­ste­hen. Als weit­ers Beispiel führt er  PDLP an, ein quellof­fen­er Algo­rith­mus zur effizien­ten Lösung lin­ear­er Pro­gramme, der in der Indus­trie, etwa in der Pro­duk­tion und im Trans­portwe­sen, einge­set­zt wird. Durch PDLP kön­nen Unternehmen effiziente Routen, Liegezeit­en in Häfen und opti­mierte Liefer­ket­ten iden­ti­fizieren.

Inner­halb von fünf Wochen erstell­ten Mag­nus Müller und Gre­gor Zunic eine Demo von Brows­er Use, die schnell an Pop­u­lar­ität gewann und schließlich als Open Source veröf­fentlicht wurde. Die Soft­ware zer­legt die Schalt­flächen und Ele­mente ein­er Web­site in ein ver­ständlicheres, textbasiertes For­mat für Agen­ten, was es diesen ermöglicht, die Optio­nen bess­er zu ver­ste­hen und autonom Entschei­dun­gen zu tre­f­fen, wie in Brows­er Use, the tool mak­ing it eas­i­er for AI ‘agents’ to nav­i­gate web­sites, rais­es $17M zu erfahren ist.

Das chi­ne­sis­che Start­up DeepSeek das über­ar­beit­ete Large Lan­guage Mod­el (LLM) “V3-0324” vorgestellt, das zur Inter­pre­ta­tion und Reak­tion auf Sprache dient. Dieses Mod­ell bildet die Grund­lage für Chat­bots wie Chat­G­PT von Ope­nAI, Gem­i­ni von Google und R1 von DeepSeek. Tests auf der Entwick­ler-Plat­tform Hug­ging Face zeigen, dass die neue Ver­sion bess­er pro­gram­mieren kann als ihr Vorgänger und Fortschritte im Bere­ich des logis­chen Denkens (Rea­son­ing) erzielt hat, was zu qual­i­ta­tiv hochw­er­tigeren Antworten führt, wie u.a. Reuters berichtet.

Otter AI, ursprünglich als KI-gestützte Tran­skrip­tion­ssoft­ware ges­tartet, bietet jet­zt mit Otter Pilot, einem KI-Chat-Assis­ten­ten, und Meet­ing GenAI neue Meet­ing-Funk­tio­nen an. Otter geht nun einen Schritt weit­er, indem es einen agen­tis­chen KI-Meet­ing-Agen­ten ein­führt, der aktiv in Meet­ings teil­nehmen und auf Fra­gen in Echtzeit per Sprache reagieren kann. Zusät­zlich plant Otter die Ein­führung eines autonomen Sales Devel­op­ment Rep­re­sen­ta­tive (SDR)-Agenten, der eigen­ständig Meet­ings durch­führen kann. Dieser Agent begrüßt Web­site-Besuch­er, führt Pro­duk­t­demon­stra­tio­nen durch und plant Fol­geter­mine mit men­schlichen Ver­trieb­smi­tar­beit­ern, wie in Agen­tic AI is chang­ing online meet­ing plat­forms: Mov­ing from silent observ­er to active par­tic­i­pant zu lesen ist.

Der Reis­eriese TUI plant laut Han­dels­blatt, mit KI-ges­teuerten glob­alen Plat­tfor­men neue Wach­s­tumsmärk­te zu erschließen, die Kun­den­er­leb­nisse zu verbessern und höhere Durch­schnittspreise zu erzie­len.

Opkey, ein Start­up mit Fokus auf ERP-Tes­tau­toma­tisierung, hat kür­zlich seine agen­tic KI-gestützte ERP Life­cy­cle Opti­miza­tion Plat­form vorgestellt. Diese Plat­tform soll das ERP-Man­age­ment vere­in­fachen, Kosten um bis zu 50 % senken und die Testzeit um bis zu 85 % reduzieren. Die Plat­tform nutzt ein spezial­isiertes Sprach­mod­ell namens Argus AI, das virtuelle Agen­ten orchestri­ert, um kom­plexe, mehrstu­fige Work­flows in Bere­ichen wie HR, Fer­ti­gung, Liefer­kette und Finanzen auszuführen, so CIO in Start­up Opkey launch­es agen­tic AI plat­form for ERP life­cy­cle opti­miza­tion.

Gestern hat Microsoft zwei bedeu­tende Ergänzun­gen zur Copi­lot Stu­dio-Plat­tform angekündigt: tiefge­hende Denk­fähigkeit­en, die es Agen­ten ermöglichen, kom­plexe Prob­leme method­isch zu lösen, und Agent Flows, die KI-Flex­i­bil­ität mit deter­min­is­tis­ch­er Automa­tisierung kom­binieren. Zudem wur­den zwei spezial­isierte Agen­ten für Microsoft 365 Copi­lot vorgestellt: Researcher und Ana­lyst. Zen­tral für Microsofts Strate­gie ist die Inte­gra­tion von Unternehmens­dat­en durch den Microsoft Graph, der eine umfassende Abbil­dung der Beziehun­gen zwis­chen Mitar­beit­ern, Doku­menten und Geschäfts­dat­en bietet. Dies ver­schafft Microsoft laut Ven­ture­Beat einen erhe­blichen Wet­tbe­werb­svorteil gegenüber anderen KI-Anbi­etern, da die Agen­ten in einem rel­e­van­ten Kon­text arbeit­en.

Ora­cle hat das AI Agent Stu­dio vorgestellt, das auf über 50 bere­its einge­führten KI-Agen­ten basiert und Unternehmen die Flex­i­bil­ität bietet, eigene KI-Agen­ten zu erstellen und zu ver­wal­ten. Nutzer kön­nen vorge­fer­tigte Agen­ten anpassen oder neue Agen­ten entwick­eln, die naht­los in Ora­cle Fusion Appli­ca­tions inte­gri­ert sind und mit Drit­tan­bi­eter-Agen­ten zusam­me­nar­beit­en kön­nen, wie in Ora­cle stellt AI Agent Stu­dio vor zu erfahren ist.

Bemerkung

Die großen Her­steller von Unternehmenssoft­ware, SAP, Microsoft und Ora­cle, sind  dabei, ihre Lösun­gen zum Dreh- und Angelpunkt für den Ein­satz agen­ten­basiert­er KI auszubauen. SAP und Microsoft set­zen dabei auf Knowl­edge-Graphen als Schlüs­se­le­ment. Damit kön­nen die Beziehun­gen zwis­chen Mitar­beit­ern, Doku­menten und Geschäfts­dat­en auf Basis eines ein­heitlichen Datenbe­stands abge­bildet wer­den. Da weltweit fast 80 Prozent aller Geschäfts­dat­en über SAP-Sys­teme abgewick­elt wer­den, ver­fügt SAP über einen strate­gis­chen Vorteil, den Microsoft so schnell nicht auf­holen kann.

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