Künstliche Intelligenz im Einkauf bei Rehau
Der Kunststoffspezialist Rehau setzt im Einkauf KI-Agenten ein, die bei allen größeren Bestellungen die Verhandlungen mit Lieferanten unterstützen und so systematisch bessere Konditionen erzielen. Dadurch konnte das Familienunternehmen bereits im ersten Jahr Einsparungen von über zwei Millionen Euro realisieren und automatisiert zugleich viele Routinetätigkeiten im Beschaffungsprozess.
Zum Beitrag: Künstliche Intelligenz: Wie Rehau KI beim Einkauf einsetzt und dabei spart
KI-generierte synthetische Zielgruppen im Wandel der Beratung
KI-basierte synthetische Zielgruppen („synthetic audiences“) simulieren reale Menschen, indem Modelle auf Basis weniger Merkmale wie Alter, Wohnort oder Biografie deren Antworten, Verhalten und Entscheidungen mit derzeit rund 72–85% Genauigkeit nachbilden. Markt- und Meinungsforschung, die früher Monate dauerte und zehntausende Dollar kostete, lässt sich so in Minuten und zu einem Bruchteil der Kosten durchführen, was Beratungen und Research-Anbieter unter Innovationsdruck setzt, aber zugleich neue Kooperationsmodelle zwischen großen Häusern wie WPP und spezialisierten Startups eröffnet.
Zum Beitrag: AI synthetic audiences are already here and poised to upend the consulting industry
Vertrauenslücke bei KI-Agenten in Unternehmen
Rund 85% der Unternehmen testen derzeit KI-Agenten, aber nur 5% setzen sie produktiv ein, weil es an einer belastbaren Vertrauens- und Sicherheitsarchitektur für „trusted delegation“ fehlt und Fehlhandlungen der Agenten reale, teils irreversible Schäden verursachen können. Cisco reagiert darauf mit einem Bündel aus neuen Sicherheitswerkzeugen (u. a. Defense Claw, AI Defense Explorer Edition, Zero-Trust-Integration für Agenten) und einer internen Vorgabe, dass bis 2027 rund 70% der Produkte vollständig von KI entwickelt werden sollen, wobei Geschwindigkeit, Telemetrie und strenge Governance als entscheidende Wettbewerbsfaktoren gelten.
Zum Beitrag: 85% of enterprises are running AI agents. Only 5% trust them enough to ship.
KI in der Architektur: „Wie wir Gebäude bauen, wird sich fundamental ändern“
Architekt Matthias Hollwich beschreibt, wie sein Büro mithilfe von KI-gestütztem „Deep Research“ und präzisen Prompts Programme wie Midjourney einsetzt, um tausende Entwurfsvarianten zu generieren, kulturelle und räumliche Kontexte zu integrieren und anschließend per „Reverse Engineering“ in realisierbare Architektur zu übersetzen. KI wird dabei als kreativer Hebel verstanden, der CO₂-Verbrauch und Kosten von Projekten senken kann und die Rolle des Architekten vom Formfindenden zum Kurator von Ideen verschiebt, während die Branche insgesamt erst bei etwa fünf Prozent des möglichen KI-Einsatzes steht.
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Poolside bringt Laguna XS.2 für lokales agentisches Coding
Das US-Startup Poolside veröffentlicht mit Laguna XS.2 ein frei verfügbares, Apache‑2.0‑lizenziertes 33B-MoE-Modell, das speziell für lokale, agentische Coding-Workflows optimiert ist und auf einem einzelnen Consumer-GPU-System oder Apple-Silicon-Rechner offline betrieben werden kann. Trotz vergleichsweise geringer aktiver Parameter erreicht Laguna XS.2 auf Benchmarks wie SWE-bench Pro Leistungen nahe am größeren Enterprise-Modell M.1, übertrifft Modelle wie Claude Haiku 4.5 und Gemma 4 31B und wird durch Werkzeuge wie den Terminal-Agenten „pool“ und die mobile Cloud-IDE „shimmer“ in eine vollständige Entwicklungsumgebung für KI-gestützte Softwareagenten eingebettet.
Zum Beitrag: KI in der Architektur: „Wie wir Gebäude bauen, wird sich fundamental ändern“
Mistral Workflows: Orchestrierung für agentische KI-Systeme
Mistral AI stellt mit Workflows eine auf Temporal basierende Orchestrierungs-Engine vor, die mehrstufige, agentische KI-Prozesse in produktiven Unternehmensumgebungen steuert und bereits Millionen von Ausführungen täglich in Bereichen wie Frachtabfertigung, KYC-Prüfungen und Banking-Support verarbeitet. Durch die Trennung von Orchestrierung (Kontrollebene) und Ausführung nahe an den unternehmenseigenen Daten, tiefe Observability via OpenTelemetry sowie einen konsequent code-first Ansatz positioniert sich Mistral als europäischer Full-Stack-Anbieter für unternehmenskritische KI-Workflows und zielt damit direkt auf den wachsenden, aber fehleranfälligen Markt für agentische KI-Anwendungen.
Kleine Giftmengen, große Wirkung: KI-Agenten als potenzielle „Schläfer“
Neue Forschung zu Datenvergiftung und Backdoors in großen Sprachmodellen zeigt, dass bereits wenige hundert manipulierte Dokumente ausreichen können, um verdecktes Fehlverhalten zu verankern – unabhängig von Modell- oder Datensatzgröße. In Verbindung mit agentischen KI-Systemen, die externe Inhalte verarbeiten und operative Aktionen auslösen, entsteht so ein ernstzunehmendes Integritäts- und Governance-Risiko, das Unternehmen nur durch strikte Kontrolle der Datenlieferkette, eng begrenzte Tool-Rechte, triggerorientierte Tests und kontinuierliche Überwachung angemessen adressieren können.
Zum Beitrag: Jeder KI-Agent könnte ein Schläfer sein
Experian Agent Trust: Identitätsbindung für KI-Agenten im Handel
Experian führt mit „Agent Trust“ ein Framework ein, das per kryptografischer Bindung die verifizierte Identität eines Konsumenten mit dessen KI-Agent verknüpft, sodass Händler in Echtzeit prüfen können, ob ein Agent zu einem Geschäft tatsächlich autorisiert ist. In einer entstehenden agentischen Wirtschaft mit zunehmend autonomen, maschinellen Transaktionen soll dieses Modell Haftungs- und Verantwortungsfragen klären und ergänzt Initiativen von FIDO und Identity Digital, die ebenfalls vertrauenswürdige Authentifizierungs- und Identitätsschichten für KI-Agenten etablieren.
Zum Beitrag: Experian Launches Agent Trust Framework for AI-Driven Commerce
