AI’s nächster Engpass: Kollektive Kognition von Agenten
Künftige Fortschritte hängen nicht von größeren Modellen, sondern von der Fähigkeit ab, dass AI-Agenten gemeinsam „denken“ können, also Intent, Kontext und kognitive Zustände teilen, statt nur lose in Workflows verbunden zu sein. Cisco entwickelt dafür neue Protokolle (SSTP, LSTP, CSTP) und eine Infrastruktur eines „Internet of Cognition“, die geteilte Kognition und verteilte Superintelligenz ermöglichen soll, was bereits in internen SRE-Anwendungen zu massiven Effizienzgewinnen geführt hat.
Zum Beitrag: AI’s next bottleneck isn’t the models — it’s whether agents can think together
Matteo Pasquinelli: Das Auge des Meisters
Pasquinelli entwickelt eine Sozialgeschichte der Künstlichen Intelligenz, indem er KI als Fortsetzung arbeitsteiliger Organisation und als Ergebnis der „Intelligenz der Arbeit“ seit der Industrialisierung bis zu neuronalen Netzen interpretiert. Er zeigt, wie Verfahren der Mustererkennung auf kollektiven Praktiken und Arbeitskalkulation beruhen, kritisiert zugleich blinde Flecken gegenüber subalternen Perspektiven und plädiert dafür, die politischen und sozialen Fragen von Arbeit und Kontrolle im Kontext von KI immer wieder neu zu stellen
Zur Rezension: Das Auge des Meisters. Eine Sozialgeschichte Künstlicher Intelligenz.
Datenstack für handelnde Agenten
Der Artikel beschreibt, wie Google mit der Agentic Data Cloud den klassischen, für menschliche Reports optimierten Datenstack in ein System für autonom handelnde AI‑Agenten umbaut, mit drei Säulen: automatisiertem Knowledge Catalog, cross‑cloud Lakehouse auf Basis von Apache Iceberg und einem Data Agent Kit für intent‑basiertes Engineering. Semantische Kontexte werden dabei durch Agenten statt durch manuelle Data Stewards gepflegt, BigQuery kann ohne Egress‑Kosten direkt auf Iceberg‑Daten in AWS S3 zugreifen, und Data Engineers wechseln von handgeschriebenen Pipelines zu einer Arbeitsweise, in der sie gewünschte Ergebnisse beschreiben und Agenten die passende Ausführung und den Code generieren.
Zum Beitrag: The modern data stack was built for humans asking questions. Google just rebuilt its for agents taking action.
Mittelstand: KI im Einkauf zur Kostensenkung
Am Beispiel von Vemag wird deutlich, wie mittelständische Unternehmen mit KI bisher getrennte Datenquellen im Einkauf zusammenführen, Warengruppen, Lieferanten und Preise in Echtzeit transparent machen und so ihre Einkaufskosten bereits deutlich reduzieren. Angesichts hoher Energiepreise, Personalkosten und regulatorischer Vorgaben setzen viele Firmen laut BME-Umfrage verstärkt auf KI‑gestützte Beschaffung, um Lieferantenrecherche, Ausschreibungen und Risikomanagement zu beschleunigen und damit Effizienz, Resilienz und Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten zu erhöhen.
Zum Beitrag: Mittelstand: Wie Mittelständler mit KI ihre Einkaufskosten deutlich senken
KI ersetzt Jobs im Silicon Valley
Meta streicht rund ein Zehntel der Belegschaft, knapp 8.000 Stellen, und besetzt zusätzlich etwa 6.000 offene Positionen nicht nach, während KI‑Systeme zunehmend Programmier‑ und Wissensarbeit übernehmen und Projekte ermöglichen, die früher ganze Teams brauchten. Mark Zuckerberg und Technikchef Andrew Bosworth skizzieren eine Zukunft, in der KI‑Agenten den Großteil der Arbeit erledigen und Menschen vor allem als Aufpasser, Prüfer und Trainer fungieren, während ähnliche Stellenkürzungen auch bei anderen Tech‑Konzernen wie Block sichtbar machen, wie stark KI die Struktur der Arbeitswelt im Silicon Valley verändert.
Zum Beitrag: Bei Meta muss jeder 10. gehen – und das ist kein Einzelfall: Wie KI die Jobs im Silicon Valley übernimmt
Siemens: KI-Agent für SPS- und HMI‑Engineering
Siemens führt mit dem Eigen Engineering Agent einen KI‑Agenten ein, der SPS‑Code für Maschinensteuerungen schreibt, HMI‑Visualisierungen erstellt, Gerätekonfigurationen vornimmt und damit typische Automatisierungsaufgaben laut Technikchef Peter Körte um bis zu 50 Prozent beschleunigen soll. In Pilotphasen bei über 100 internationalen Kunden verkürzte sich die Programmierung von Steuerungen teilweise von Stunden auf Minuten, da der Agent Planung, Ausführung, Validierung und iterative Optimierung bis zur Erfüllung aller Leistungsanforderungen übernimmt und direkt in das TIA‑Portal integriert ist.
Zum Beitrag: KI-Agent schreibt und verbessert Code für Maschinensteuerung
Bosch: KI-Agent verhindert Stillstände in der Montage
In der Fertigung am Standort Feuerbach testet Bosch ein KI‑System, das Produktionsdaten laufend auswertet, Fehlerursachen frühzeitig erkennt und den Mitarbeitenden konkrete Lösungsvorschläge macht, um Stillstände in der Montage zu vermeiden und Kosten zu senken. Der KI‑Agent ist dabei als Unterstützung im Zusammenspiel mit den Beschäftigten gedacht: Er liefert Diagnosen und Handlungsoptionen in Echtzeit, während die Entscheidungshoheit bei den Fachkräften bleibt und Prozesse schrittweise an die neue Technologie angepasst werden.
Zum Beitrag: Bosch in Feuerbach. KI-Agent von Bosch soll Stillstand in der Montage verhindern und so Geld sparen
Deterministische Steuerung von KI-Agenten mit Agent Fabric
Salesforce erweitert Agent Fabric um eine deterministische Multi-Agenten-Orchestrierung, bei der Entwickler Übergaben und Prozessschritte als festen Code mit Agentforce Script definieren, während Sprachmodelle nur die Verarbeitung zwischen diesen klar vorgegebenen Zuständen übernehmen. Ergänzend sorgen AI Gateway, MCP Bridge, Trusted Agent Identity und eine zentrale Agenten‑Registry für Governance, Sicherheits- und Compliance‑Regeln, modellagnostisches Routing, Integration bestehender Systeme sowie ein fein granuliertes Berechtigungs- und Protokollierungsmodell für KI‑Agenten in Multi‑Vendor‑Umgebungen.
Zum Beitrag: Kontrolle statt Zufall: Deterministische Abläufe für KI-Agenten
MotusAI und OpenClaw für skalierbare KI-Agenten
KAYTUS erweitert die MotusAI‑Plattform um eine enge Integration mit dem OpenClaw‑Framework, um KI‑Agenten von der ersten Experimentierphase bis zum produktiven Unternehmenseinsatz zu skalieren, mit Fokus auf hohe Zuverlässigkeit, Performance und determinierte Ausführung. Durch geteilte GPU‑Ressourcen, SLA‑Monitoring von Inferenzmetriken, ein Model Hub mit über 50 vorintegrierten Open‑Source‑Modellen sowie taskgenaue Kostentransparenz lassen sich Infrastruktur‑ROI steigern, Latenzspitzen abfedern und KI‑Workflows präzise nach Wirtschaftlichkeit steuern.
Zum Beitrag: KAYTUS Unveils MotusAI Enhancements with OpenClaw for Enterprise-Grade AI Agents
Universal Context Layer für autonome Agenten
Für den produktiven Einsatz autonomer Agenten in Unternehmen ist eine universelle Kontextebene nötig, die fragmentierte Legacy‑Datenquellen vereinheitlicht, Zugriff fein granular nach Identität und Workflow steuert und so verlässliche „Ground Truth“ sowie Zero‑Trust‑Sicherheit bereitstellt. Diese Architektur of Flow ermöglicht es, Agenten kostentransparent zu betreiben, mehrere spezialisierte Modelle effizient zu orchestrieren, Interoperabilität über Standards wie das Model Context Protocol herzustellen und Mitarbeitende als „Resolution Specialists“ mit sofort verfügbarem, kontextreichem Wissen zu unterstützen.
Zum Beitrag: Moving autonomous agents into production requires a universal context layer
